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Udo Ulfkotte

Der deutsche Wirtschaftswissenschaflter Thorsten Polleit prophezeit das Ende des ungedeckten Papiergeldsystems und die Rückkehr zum Goldstandard. Geldbesitzer werden nach seinen Angaben große Teile ihrer Vermögen verlieren. Panikmache oder realistischer Blick in die Zukunft?

Thorsten Polleit ist Professor an der Frankfurt School of Finance & Management. Er ist Geldexperte. Er studierte von 1988 bis 1993 Wirtschaftswissenschaften in Münster und sitzt heute in vielen Gremien, in denen die Finanzmärkte und der Geldwert beobachtet werden; etwa im EZB-Schattenrat, der die EU-Zentralbank beobachtet. 

Der Mann sagt, dass derzeit das Geldsystem reformiert werde. Überall dort, wo Gold in Münzen geprägt werde, da arbeite man am Rande der Kapazitäten. Menschen, die Geld haben und in die Zukunft blicken, wollten Teile des Geldes in Gold wechseln. Die Nachfrage nach Silber und Gold steigt tatsächlich. In diesem Punkt irrt er sicher nicht.

Und Polleit sagt, diese freien Marktkräfte seien gerade dabei, eine Veränderung unseres Geldsystems herbeizuführen. Polleit behauptet, dass wir auf eine gewaltige Währungsreform zusteuern. Er sagt zudem in einem Interview: »Wir können aber damit rechnen, dass der Tauschwert des heutigen Geldes stark zurückgehen wird.« Es werde eine starke Entwertung des Papiergelds geben. Gold und Silber würden als Zahlungsmittel immer begehrter. Nicht nur für die Amerikaner und den Dollar gelte die Devise, dass man künftig besser »In Gold We Trust« statt »In God We Trust« auf die Papierscheine drucken solle. Denn die vom Staat angetriebene Inflation werde das Papiergeld immer schneller entwerten.

Jahrzehntelang galt ein stabiler Geldwert als Ziel aller westlichen Zentralbanken, jetzt stellt dieses Ziel sogar der Währungsfonds infrage. Nicht nur für Fed-Chef Bernanke ist mehr Inflation »nicht ohne Reiz«. Seine Empfehlung: Nicht mehr um zwei Prozent, wie bisher allseits anerkannt, soll der Geldwert pro Jahr schrumpfen dürfen, sondern um vier Prozent. Damit hätten Zentralbanken mehr Spielraum, um in Krisen die Wirtschaft aus der Schockstarre zu befreien. Es passiert also genau das, was Wirtschafts- und Geldfachmann Thorsten Polleit prognostiziert. Die Inflation kommt und kurbelt die Entwertung des Papiergeldes weiter an.

Was also bedeutet das für den Privatmann?

1. Wer bettelarm ist oder vom Sozialstaat lebt, der kann sich beruhigt zurücklehnen. Ihm wird nichts genommen werden. Weil die westlichen Regierungen schwere Unruhen vermeiden wollen (sie könnten sonst gestürzt werden), gibt es auch künftig ganz sicher eine Grundversorgung.

2. Wer Geld hat und schon immer ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollte, der sollte sich nun in Ruhe umsehen. Die Immobilienpreise sind im Keller und die Hypothekenzinsen sind extrem günstig.

3. Wer sich nicht an eine Immobilie binden, aber Ersparnisse dennoch in sicherer Form anlegen möchte, der muss nun entscheiden, ob er eine künftige Generation mit seinen Ersparnissen beglücken möchte (etwa Kinder), oder schnell verfügbare sichere Anlageformen anstrebt. Je nach Antwort kommt dann für die meisten ganz sicher für das zu planende Portfolio auf den vordersten Plätze auch Gold in Frage, gefolgt – bei jenen, die extrem langfristig für künftige Generationen planen – von konservativen Anlagen wie Ackerland, (Misch-, Nutz-)Waldflächen (Pachteinnahmen entsprechen auch in schweren Zeiten Zinsen, selbst in Form bäuerlicher Naturalien), »sicheren« Währungen wie dem Schweizer Franken und sicheren Anleihen wie etwa denjenigen wohlhabender Schweizer Kantone (das Geld ist damit in Franken angelegt) und Aktienanlagen in absolut konservative Unternehmen wie Volkswagen.

Der als »Rohstoff-Guru« bezeichnete Investor Jim Rogers sagt: »Ich bin mir sicher, dass Gold die 2.000 US-Dollar je Feinunze in den nächsten neun bis zehn Jahren erreichen wird.« Wenn er Recht behalten sollte, würde die Feinunze Gold im Jahr 2020 etwa 900 US-Dollar mehr wert sein als heute. Ein Rendite, wie sie sonst nirgends möglich ist. Zumindest nicht, wenn es sich um eine seriöse Geldanlage handelt. Dass es bei steigenden Inflationsraten und Entwertungen des Papiergeldes zu steigenden Preisen für die Feinunze Gold kommen wird – darüber sind sich die seriösen Fachleute einig. Und deshalb sollte man auch über die Prognosen des deutschen Geldfachmannes Thorsten Polleit einmal in Ruhe nachdenken. Denn er verbreitet nicht Panik. Er sagt nur das, was staatliche Stellen derzeit ganz bestimmt nicht sagen würden, weil es politisch unkorrekt und unerwünscht ist. 

ORIGINAL: http://info.kopp-verlag.de/nc/news/renaissance-des-goldes-in-gold-we-trust.html

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